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Klassische und Historische Fechtkunst
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Fechten lernen - dafür gibt es viele gute Gründe: Fechten als Workout Fechten ist eine hervorragende Möglichkeit, Gesundheit, Fitneß und Sportlichkeit zu erlangen. Beim Fechten wird der Organismus vielfältig gefordert. Herz und Kreislauf werden ganz nebenbei trainiert, ohne daß jemals Langeweile eintritt. Die gesamte Muskulatur wird beansprucht, vor allem die Bein-, Arm- und Schultermuskulatur. Schnellkraft, Beweglichkeit und Geschicklichkeit entwickelt der Fechter "ganz von selbst" und spielerisch während des Freifechtens. Aber - wie der Altmeister Luigi Barbasetti feststellte: Fechten ist viel mehr als nur eine körperliche Ertüchtigungsübung, die der Gesundheit dienlich ist.
Fechten als Selbsterkenntnis Fechten ermöglicht es jedem einmal die Rolle der Degenhelden aus den Musketier- und Piratenfilmen zu spielen. Als Fechter kann man erleben, wie es sich anfühlt über einen Gegner die Oberhand zu gewinnen oder im umgekehrten Fall, wie es ist wenn man selbst in Bedrängnis gerät. Wie stark sind die eigenen Nerven? Wie überlistet man den Gegner durch eine geschickte Finte im richtigen Moment? Wie verhält man sich unter Streß? Wie verschleiert man seine Absichten, um eine kritische Situation doch noch zu den eigenen Gunsten zu verändern? All das kann man beim Fechten gefahrlos ausprobieren und dabei sehr viel Spaß haben.
Fechten als Konzentrationsübung Japanische Spitzenmanager üben Fechten, weil sie davon überzeugt sind daß es genau diejenigen Fähigkeiten entwickelt, die sie überlegen macht. Eine dieser Eigenschaften ist mit Sicherheit die Fähigkeit sich zu konzentrieren und die Aufmerksamkeit über längere Zeit auf einen Punkt zu fokussieren. Ein Fechter muß in der Lage sein über längere Zeit sowohl seinen Gegner als auch sich selbst präzise wahrzunehmen und dabei alle anderen störenden Einflüsse auszublenden.
Fechten zum Erlangen von Körperbewußtsein und Koordination Der heutige Alltag bietet kaum Möglichkeiten ein gutes Körperbewußtsein auszuprägen. Fechten bietet dazu einen guten Ausgleich. Spielerisch lernt der Fechtschüler Hand und Auge, also Wahrnehmung und Bewegungen zu koordinieren. Ein erfolgreicher Fechter kann die Befehle des Gehirns blitzschnell und präzise in Bewegungen umsetzen.
Fechten zum Entwickeln von Flexibilität Durch Fechten wird eine große Flexibilität im Denken und im Handeln geschult. Die Situationen die beim Fechten auftreten können sind so vielfältig, daß das Einschleifen von festen Routinen kaum erfolgversprechend ist. Vielmehr ist Reaktionsvermögen und Ideenreichtum, sowie der Mut, Neues auszuprobieren und die Initiative zu ergreifen gefragt.
Fechten als Übung für Konfliktsituationen Beim Fechten setzt man sich mit einem Gegner auseinander. Es bietet Möglichkeiten das eigene Konfliktverhalten kennenzulernen. Man erfährt wie man sich unter Druck verhält. Es fördert das Verständnis für das eigene Konfliktverhalten und bietet damit die Möglichkeit, ganz bewußt daran zu arbeiten. Fechten ist eine hervorragende Schulung um Besonnenheit und Kontrolle in Konfliktsituationen bewahren zu können. Damit trägt es wesentlich dazu bei einen souveränen Charakter auszubilden.
Fechten als Charakterbildung Unweigerlich wird man beim Fechten mit den Situationen von Sieg und Niederlage konfrontiert. Man erfährt die eigenen Stärken und Schwächen, genauso wie die des Gegners. Der richtige Umgang mit Erfolg und Mißerfolg, und mit den Gefühlen die untrennbar damit verbunden sind, führt zur Entwicklung eines feinen Taktgefühls. Denn letztlich wird man diese Situationen nur in Verbindung mit Bescheidenheit und Respekt vor dem anderen erfolgreich bewältigen können. Nicht umsonst gehörte Fechten Jahrhunderte lang zur Erziehung der gehobenen Gesellschaftsschichten, denn es vermittelte das Rüstzeug für gesellschaftliche Anerkennung.
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