Stellungnahme - Thekla Kosche 

 

Zu den Behauptungen, daß ich Neonazi oder rechtsradikal sei:

Ergänzung und Aktualisierung vom  Mai 2009

Nun sind einige Jahre vergangen seitdem  ich die unten stehende Stellungnahme geschrieben habe. Ich habe zahlreiche Rückmeldungen dazu erhalten, unter anderem auch von Seiten der Antifa, die sich auf "Indymedia" relativ  ausführlich damit auseinandergesetzt haben. Hier der Link .http://de.indymedia.org/2007/06/184922.shtml

  Aber auch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis erreichten mich Anregungen, Kommentare und weitere Fragen. Das möchte ich jetzt zum Anlaß nehmen, auf einiges noch einmal etwas detaillierter einzugehen. 

Um das Ganze in  eine leicht lesbare Form zu bringen habe ich einen fiktiven Dialog verfaßt, der die wichtigsten Fragen und Kritikpunkte beinhaltet.

Zu erst einmal möchte vorausschicken, daß ich nicht mit "Nazitum" in Verbindung gebracht werden möchte. 

Nazis sind für mich kleingeistige Spießbürger, die jede Gelegenheit wahrnehmen um ihre Mitmenschen, aber auch Tiere und die Natur,  zu mißhandeln und zu erniedrigen. Es ist der Typus Mensch, der selbstherrlich und despotisch in Dinge eingreift, reglementiert und schikaniert, selbst da wo es völlig unsinnig ist. Einziges Ziel: sich  mächtig  und überlegen zu fühlen. 

Bei den historischen Nazis hat es diesen Menschentypus gegeben und er hat viel Schaden angerichtet. Aber heute gibt es ihn auch noch, er ist seit 1945 nicht weniger geworden. Im Gegenteil habe ich den Eindruck, er hat vollends die Vorherrschaft in der Gesellschaft  übernommen.

Und mir kann keiner unterstellen, ich würde Nazis, also bornierte, selbstherrliche, machtlüsterne und brutale Spießbürger irgendwie gut finden oder ihr Gedankengut teilen. Das ist absurd.
 

***

 

Frage: Dir wurde von Seiten der Antifa der Vorwurf der mangelnden Selbstkritik entgegengebracht. Wie siehst du das?

Antwort: Dem kann ich nicht zustimmen. 

Ich bin garantiert extrem selbstkritisch. Bereits im  Alter von 18 Jahren habe ich begonnen, alle möglichen politischen und gesellschaftlichen Positionen kennenzulernen und zu überprüfen. Ich habe stets Position und Gegenposition betrachtet. Ich habe garantiert nichts unreflektiert übernommen.
 
 Ich habe äußerst kritisch und gründlich so viel erforscht wie mir nur irgend möglich war, inklusive historischer, religiöser und philosophischer Hintergründe, und ich tue das auch  jetzt noch.
 
Ich vertrete keine Ideen, zu denen ich nicht stehen kann und die ich nicht sehr gut begründen kann. Ich habe dabei einen offenen Verstand und ich klebe an keiner Theorie, an keiner Ideologie und keinem Glaubensgebäude fest.
 
Aber so etwas kennt die Antifa nicht. Es geht ihnen  nicht um inhaltliche Auseinandersetzung, sondern um das Ausüben von Macht.
 
Sie haben mich fertig gemacht und es paßt ihnen nicht, daß sie mich nicht dazu gebracht haben vor ihnen zu Kreuze zu kriechen. Das würde ihrem Sieg das Sahnehäubchen aufsetzen, und nur darum geht es ihnen.
 
Die Antifa ist nicht interessiert an einer inhaltlichen Auseinandersetzung.
 
Sie haben ein Dogma, das lautet: 

"Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen". 

Rational ist dem nicht beizukommen. Und was genau Faschismus ist definieren sie natürlich selbst, genauso was ein Verbrechen ist. Damit tun sie genau das, was alle Tyrannen und Despoten zu jeder Zeit getan haben.

 
Diese Leute bringen nicht die intellektuelle Bereitschaft mit, sich der simplen Tatsache zu stellen, daß diese Definitionen einer Deutungshoheit unterliegen und relativ sind. 
 
  Ein Dogma ist ein unhinterfragbarer religiöser Glaubenssatz. Und genauso behandeln sie das.

Unter solchen Bedingungen ist eine Diskussion vollkommen sinnlos, denn sie setzt die Offenheit für die Gedanken des Gegenübers voraus.

 

 

***

 

Frage: Auf mehreren Webseiten wird von Seiten der Antifa behauptet, du hättest eine bedeutende Rolle bei der "Anti-Antifa" gespielt. Unter anderem durch Foto-Dokumentationen, die du von politischen Gegnern angefertigt hast. Inwiefern trifft das zu?

 

Antwort: Was die "Foto-Dokumentationen" betrifft, die paar Fotos die ich bei Demos gemacht habe, waren niemals Bestandteil einer sogenannten "Anti-Antifa-Arbeit". 

In so etwas war ich gar nicht eingeweiht, dazu war das Mißtrauen  der Neonazi-Szene mir gegenüber viel zu groß. Nach allem was ich mitbekommen habe, gab es innerhalb der rechtsradikalen Szene gar keine organisierte "Anti-Antifa-Arbeit", die mit dem vergleichbar wäre was die Antifa bereits seit Jahrzehnten betreibt, zumindest habe ich davon nichts wahrgenommen.

 Die Fotos hatten für mich einen symbolischen Wert, es war für mich ein Symbol dafür, daß ich  mich wehre gegen die Verfolgungen usw. 

 
Und die Antifa weiß das auch, daß ich ihnen nie wirklich gefährlich war.  Ich war einfach die Sau, die sie bequem durchs Dorf jagen konnten.
 
Die Tatsache, daß ich versucht habe, mich auf völlig verlorenem Posten zu wehren, haben sie mit einem gewissen Vergnügen zur Kenntnis genommen. So nach dem Motto es ist interessanter ein Opfer fertig zu machen daß sich ein bißchen wehrt. Ich habe das leider erst zu spät eingesehen.
 
Eine weitere Lüge, die sie über  mich verbreiten, ist daß ich während meiner Arbeit als Fahrradkurierin Leute ausspioniert habe. Das ist totaler Quatsch. Als Kurier hat man wirklich andere Sorgen, und die Kunden zu denen ich kam hatten ihre politische Gesinnung nicht auf die Stirn geschrieben.  Es ist einfach eine bodenlose Frechheit mir so etwas zu unterstellen.

 

***

 

Frage: Manche vermissen in deiner Stellungnahme eine Begründung dafür, warum du Dich gerade zu den Neonazis begeben hast, wo du wußtest, was dort  noch alles vertreten und verbreitet wird.

 
Antwort: Das ist sehr schwierig. Ich fand keine  Gruppierung, die irgendwie das vertrat was ich wollte. Und bei den Rechten, da war die Schnittmenge noch am Größten. Natürlich wußte ich oder merkte ich, daß da auch Dinge vertreten werden, die ich völlig unmöglich finde. Aber wie anfangen, wenn die Gruppe die man sucht offenbar nicht existent ist?

 

***

 

Frage: Was du in deiner Stellungnahme  erwähnst - Deine Liebe zu Land, Kultur und Tradition - ist das nicht zu unbestimmt, um nachzuvollziehen, wieso du gerade unter Nationalsozialisten Gleichgesinnte zu finden hofftest?

Antwort: Von "Nationalsozialisten" in diesem Zusammenhang zu sprechen, halte ich für unpassend.
 
Von diesen Leuten nennen sich die allerwenigsten selbst "Nationalsozialisten". Und noch weniger haben sich über mögliche Inhalte dieses Begriffes Gedanken gemacht. Die Antifa bringt das Stichwort aber oft, weil es eine gewisse Wirkung hervorbringt. Es skandalisiert den Gegenstand.
 
Wenn man sich ein bißchen näher mit der Geschichte befasst hat, weiß man daß unter Nationalsozialismus damals sehr vieles firmierte, widersprüchliches auch.

 

Es gab kein vorgeschriebenes nationalsozialistisches Einheitsweltbild. Man müßte überlegen, und sich auf eine Begriffserklärung einigen, was man darunter verstehen will. Das aber setzt Kommunikation voraus und die gab es bei Diffamierungen nicht.
 
Ich bin zu den Rechtsradikalen gegangen, weil sie die einzigen sind, die sich offen gegen eine Überfremdung und Zerstörung unserer Kultur aussprechen. Und die in dieser Haltung auch konsequent sind, im Gegensatz zur CDU.
Wenn die Grünen sich gegen Überfremdung einsetzen würden,   wäre ich  lieber  zu denen gegangen! 
 
 

 

***

 

Frage: Wie stehst Du heute zu den Zielen deines damaligen politischen Engagements?

Antwort: Ich stehe selbstverständlich weiter zu dem was ich wollte. Und ich bin  ehrlich gesagt ziemlich sauer  wenn man mir unterstellt, ich wolle etwas Schlechtes.

 
Warum sollte ich etwas Schlechtes wollen? Ich habe keine Religion die mir befiehlt andere auszurotten oder zu unterdrücken oder gegen ihren Willen zu missionieren, oder heilige Kriege gegen Ungläubige zu führen.
 
Auch folge ich keiner Ideologie, die ihren Anhängern einredet persönlicher Profit und Aufstieg in einer  Gesellschaft der Kälte und Brutalität seien das höchste Ziel und das höchste Glück. 
 
Warum sollte ich irgendetwas schlechtes wollen?  Welchen Anlaß gibt es, mir das zu unterstellen?
 
Wenn ich sage, daß ich eine Welt der Schönheit, der Reinheit und des Edlen anstrebe, wer sollte das schlecht finden?
 
Doch nur diejenigen, die sich selbst für häßlich, schmutzig und niederträchtig halten, und für völlig unfähig, jemals etwas an diesem Zustand zu ändern.
 
Ich möchte eine Welt in der ritterliche Werte und eine noble Gesinnung nicht nur in Fantasy und Science Fiction einen Platz haben, sondern auch in der Realität.
 
Wer mich deshalb haßt, der sollte sich fragen warum er seine Ideale aufgegeben hat, warum er es zugelassen hat, daß ihm seine Ideale geraubt wurden.
 
Ich weiß daß diese Ideale sehr tief in der deutschen Geschichte und Tradition verankert sind. Sie waren da bereits lange vor der nationalsozialistischen Zeit.
 
Gibt es einen Grund dafür, diese Ideale schlecht zu machen, indem man sie als "nationalsozialistisches Gedankengut" betitelt? 
 
Ist die ganze wissenschaftliche Forschung, die bspw. in der Raumfahrttechnologie während des 3.Reich geleistet wurde, etwa auch schlecht und böse? Weil es unter Nazi-Herrschaft geschah?  So "böse", daß die Amis nach dem Krieg das alles mit Kußhand übernommen haben?
 
Ich erwarte von jedem Menschen der auch nur ein bißchen mehr Hirn im Kopf hat als die Antifa, daß er differenziert mit der Geschichte umgeht, und nichts vorschnell verurteilt oder oberflächliche Werturteile und Glaubenssätze übernimmt.

 

***

 

 
Frage: Manche haben Schwierigkeiten mit diesem Assoziieren von Menschen mit diesen Extremen, wie "niederträchtig, minderwertig" - und speziell mit der Abwertung eines Teils der Menschen, die nicht in das andere Bild passen. Ein Mensch mit "nobler Gesinnung" braucht m.E. keine Herabsetzung anderer Menschen, um seinen eigenen Wert zu fühlen. Ein Leitbild sollte die gewaltfreie Kommunikation sein. Wie siehst du das?
 
Antwort:  Vielleicht haben manche  das negative  Extrem, also extrem häßliche und niederträchtige Menschen, noch nicht kennengelernt?

Oder verdrängt daß es sie gibt? Ich bin für klare Worte, und wenn ich etwas oder welche mies finde, dann sage ich das normalerweise auch.
Ich finde man sollte die Dinge beim Namen nennen, Probleme ansprechen, auch wenn es weh tut. Denn wenn man verdrängt oder nicht hinschaut, wie sollte man dann Problemlösungen finden?
 
Ich bewerte andere Menschen nach meinen Sinneseindrücken und nach meinen Empfindungen. Und es stimmt manche kommen dabei sehr schlecht weg.
Allerdings nicht weil ich sie abwerten will im Vergleich zu mir, um mich zu erhöhen (so etwas fände ich abscheulich), sondern weil sie in mir mehr oder weniger starke Gefühle der Ablehnung erzeugen und ich sie als eine Gefahr ansehe für das, was ich liebe. 

Und da erwacht nun einmal mein Beschützer- und Kampfinstinkt. Es tut mir leid aber ich bin so, und es ist durch und durch ehrlich. Ich kann nicht anders und ich bin überzeugt davon daß es richtig ist. 

 
Ich bin natürlich auch für gewaltfreie Kommunikation. Nur die Frage ist, ist die andere Seite es auch?  
Es gibt viele Positionen, für die läßt sich kein Konsens finden und kein Kompromiß. Ich habe überhaupt kein Problem damit, eine Frage oder einen theoretischen Dissens ungeklärt zu lassen, aber es gibt viele die können das nicht ertragen.
 
Und es gibt viele, denen geht es gar nicht um die Erzielung eines Konsens (wie bei Kommunikation), sondern die schieben nur einen Dissens vor als Vorwand um Gewalt ausüben zu können. Teils unbewußt wollen sie eigentlich nur eine Machtdemonstration oder das Ausleben von Gewalt, können sich das aber nicht eingestehen und benutzen daher einen Vorwand. Solche Typen treiben sich bei der Antifa, aber auch bei den Rechten, massenweise herum.
 
Und: Viele Menschen fühlen sich überfordert damit, einen Konflikt verbal, ruhig und gewaltfrei auszutragen. Sie glauben sie haben dann von vorneherein verloren und setzen deshalb mehr auf "schlagkräftige" Argumente.

 

***

 
Frage: Hast Du Dich damals also dafür eingesetzt, dass die Realität mehr so aussehen soll wie z.B. die Welt bei Harry Potter? Und wenn ja: in welchen Hinsichten genauer? Damit könnten sich womöglich viele Menschen positiv identifizieren - und so Dich nicht weiterhin in einen Topf mit Nazis werfen wollen.
 
 Antwort: Harry Potter nun nicht gerade. Das ist nicht mein Stil :-)  Eher "Herr der Ringe".
Ich war leider weit davon entfernt dafür konkret etwas tun zu können. Dazu fehlte ja völlig das Verständnis und die Strukturen.
 
Ich habe oft darüber nachgedacht, warum kommen manche Werte in Filmen und Fiktionen so viel besser weg als in der Realität? Jeder ist bspw. schwer begeistert von einem Film mit Samurai-Kriegern, Ehrenkodex, Opferbereitschaft, das ist alles ganz großartig. Aber wenn man erwähnt daß es so etwas auch bei unserer  Wehrmacht gab, auweia.
 
 
Es ist ein ganz schwieriges Thema und ich bin da auch noch nicht zu einer zufriedenstellenden Klärung gekommen. Es hängt auf jeden Fall mit der kollektiven Traumatisierung durch die Niederlage des 2. WK zusammen.

 

Und diese wird künstlich aufrecht erhalten. Eine Klärung, Aufarbeitung, ja letztlich auch Heilung und Versöhnung, kommen nicht zustande. Und das ist etwas was mich furchtbar aufregt. Der immer noch fehlende Friedensvertrag ist nur ein äußerliches Symbol dafür.

 

***

 Frage: Wofür hast du dich damals konkret eingesetzt? 

Antwort:  Erst einmal wollte ich Strukturen schaffen, damit Diskussionen und Reflexionen über die Inhalte stattfinden konnten. Deshalb meine Versuche mit den Kommunikationsnetzwerken. Ich mußte aber feststellen, daß eine Diskussion gar nicht erwünscht war.

 

Die Rechtsradikalen  wollen sich  in den allermeisten Fällen gar nicht mit Inhalten auseinandersetzen, sie sind damit intellektuell überfordert und haben die berechtigte Furcht, daß das nur in Streitereien und Spaltungen ausartet. Es gibt auch in der rechten Szene unantastbare Dogmen, die  zwar falsch sind, aber unausgesprochener Grundkonsens bleiben. Dazu gehört zum Beispiel die  Holocaustleugnung. 

 

Was ich sonst gemacht habe?  Ich habe geholfen wo ich den Eindruck hatte, daß ich gebraucht werde.

Also Veranstaltungen mit organisiert, Texte geschrieben, auch mal Transparente gemacht und Plakate geklebt, was halt so anlag.
 
Es gibt nichts, wofür ich mich eingesetzt habe oder was ich gemacht habe, wovon ich mich heute distanzieren würde. Da war nichts kriminell. Naja gut, wir haben mal verbotene "Rudolf-Hess-Plakate" geklebt, aber das zähle ich jetzt nicht als "kriminell". Ich finde eher der Staat  mit seiner Beschränkung der Meinungs- und Gedankenfreiheit ist da kriminell.  

Auch kam es häufiger vor, daß eine Veranstaltung, wenn sie schon in Gange war, noch nachträglich "verboten" wurde, woraufhin man dann in Gewahrsam genommen wurde. Das ist sozusagen das normale Risiko wenn man an oppositionellen Demonstrationen teilnimmt.

 

***

 

 
 
Frage: Wie sähe ein "reiner" Nationalsozialismus aus, den du womöglich noch immer wertvoll fändest?  

Antwort: Ich würde es nicht "Nationalsozialismus" nennen.

Das ist ein verbrannter Begriff. Mit dem historischen Nationalsozialismus kann ich mich nur in Teilen identifizieren. Der Nationalsozialismus der braunen Partei und ihrer Bonzen, die meist Emporkömmlinge aus unteren Schichten waren, ist gar nicht mein Ding. 

Auch nicht diejenigen Strömungen, die mehr den "Sozialismus" betonten und unter dem Etikett des Nationalsozialismus eigentlich nur einen Rachefeldzug gegen "die da oben", also gegen die bürgerliche Gesellschaft, gegen Unternehmer und Militär und Aristokraten, durchführen wollten. Das ist eher das, womit sich die  Antifa identifizieren könnte ;-)

 
 
 Nebenbei bemerkt: Die heutigen Rechtsradikalen, die auch  überwiegend aus der Unterschicht sind, meinen genau dasselbe wenn sie von "Nationalsozialismus" sprechen oder sich mit dieser Tradition verbinden. Also die klassische SA-Linie.  

 

 Der Arbeiter, der endlich für seinen Wert honoriert wird und jetzt auch mal hochkommen darf (in der NSDAP). So wurde
das damals  tatsächlich gesehen und von Hitler auch bewußt unterstützt. Weil Hitler sich von den "einfachen Leuten" mehr verstanden fühlte, als von den höheren Gesellschaftsschichten, die er für "reaktionär" hielt. 

 Meines Erachtens einer der vielen Fehler die Hitler gemacht hat, denn es resultierte darin, daß Menschen auf verantwortungvollen Posten saßen, die damit völlig überfordert waren.

 
Um eines klarzustellen: Den integrativen Ansatz, den Hitler mit der NSDAP verfolgte, den halte ich für richtig. Also den einfachen Bürger, die breite Masse, den hart arbeitenden kleinen Mann für das, was er leistet, voll zu würdigen und zu honorieren. Und das auch mit tatsächlichen Gestaltungsmöglichkeiten, und mit einem tatsächlichen Eingehen auf seine Bedürfnisse und Befriedigung seiner Bedürfnisse. Das hat Hitler vorbildlich gemacht. 

Weshalb er auch zu Recht!   vom Volk verehrt wurde.   Dennoch war es, wie oben erwähnt, ein verhängnisvoller Fehler, eigentlich unfähigen Leuten zu viel Verantwortung zu übertragen. Fairerweise muß man aber sagen, daß vor allem im Kriegszustand ein besonderer, auch personeller Notstand eintritt wo oft nicht anders gehandelt werden kann.

 
Die Werte, denen ich mich verbunden fühle,  sind tatsächlich älter als die NS-Zeit. Jugendbewegung, Romantik, bewußte Natur- und Heimatverbundenheit, verbunden mit Ritterlichkeit. Das gab es auch in der NS-Zeit, und zwar  im Offizierskorps der Wehrmacht und in den höheren Kreisen der  SS. Es war vor allem in der SS nicht nur eine vereinzelte Erscheinung, sondern eine Art Leitbild.
 
Das sind historische Fakten die jeder durch einen etwas tieferen Blick in die Bücher verifizieren kann.
 
 
 
Auszugsweises Zitieren aus dieser Stellungnahme ist verboten! Verlinkung erlaubt.

 

 


zurück

Ältere Stellungnahme (2007):

 

Liebe Besucher meiner Seite, 

Sie werden vielleicht schon auf andere Webseiten im Internet gestoßen sein, die mich mit der Neonazi-Szene und Aktivitäten im rechtsextremen politischen Lager in Verbindung bringen.

Ich kann mir vorstellen, daß das sehr abschreckend und beunruhigend auf Sie wirkt und daß Sie sicherlich erfahren möchten, was es damit auf sich hat.

Ich möchte Ihnen das ganz ehrlich und offen sagen. Ja es stimmt, ich war in der Neonazi-Szene eine Weile aktiv - aber ich bin es heute nicht mehr. Das ist für  mich Vergangenheit und ich würde mich sehr freuen, wenn Sie das so akzeptieren könnten.

Sicher fragen Sie sich, wie es kommt, daß jemand wie ich, also ein feinfühliger und gebildeter Mensch sich einer solchen Szene anschließt. Das hatte verschiedene Gründe, die ich im folgenden benennen möchte.

Einer der Gründe war ganz einfach Neugier. Ich wollte wissen, wie Neonazis, Skinheads und Rechtsextreme wirklich sind, ob sie so sind wie  das Bild, das die Medien von ihnen zeichnen.  Von Dingen die mich interessieren möchte ich mir gerne persönlich und durch eigene Anschauung ein Bild verschaffen, ich verlasse mich da nicht auf Medienberichte.

Ein anderer Grund, und mit Sicherheit der wichtigste, war: Ich liebe dieses Land, seine Kultur und seine Tradition. Ich empfinde so seit  ich denken und fühlen kann. Und ich kann und ich will diese ehrlichen Gefühle nicht verdrängen oder umdeuten oder verleugnen. Das würde meinem Wertempfinden zutiefst widersprechen.

Die gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Entwicklung der letzten Jahre und Jahrzehnte (Stichwort: Globalisierung) bedroht unsere Tradition, unsere Werte und unsere Kultur. Das kann mir nicht gleichgültig sein und so  hoffte ich in der rechten Szene Verbündete zu finden. Ich war bereit  mich einzusetzen, auch politisch. Ich vermutete, am rechten Rand des politischen Spektrums noch am ehesten Verbündete finden zu können, aber ich hatte mich getäuscht.

Ich stellte sehr schnell fest, daß es ein Irrtum war zu glauben, von der Neonazi-Szene könnten irgendwelche Veränderungen zum Besseren ausgehen. Ich stellte fest, diese Szene wird tatsächlich von niedersten und unangenehmsten Elementen des Sozialgefüges dominiert.

 Einige wenige Menschen in der Neonazi-Szene lernte ich kennen, die wie ich Idealisten waren und sind, aber - sie haben dort keine Chance irgendetwas zu bewirken. Genauso wenig wie ich eine Chance hatte.

Ich verabscheue Dummheit, Primitivität, Verrohung und brutale Gewalt. Aber genau das kennzeichnet die Atmosphäre in der Neonazi-Szene. Ich habe dort viele Dinge erlebt und gesehen, die zutiefst abschreckend waren.  Aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht hierher. Auf jeden Fall waren es interessante und sehr lehrreiche Erfahrungen, wenn auch für mein eigentliches Anliegen vollkommen wirkungslos.

An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich betonen, daß ich solche Ansichten, die auf Primitivität und Dummheit beruhen und die in der Neonazi-Szene verbreitet sind, nicht teile und niemals geteilt habe:  Fremdenhaß oder Haß auf Minderheiten, auf Individualisten oder scheinbar schwächere Mitglieder der Gesellschaft, Ablehnung fremder Kulturen und Religionen.

Solche Ansichten beruhen nur auf Angst und dem unausgesprochenen Gefühl, selbst minderwertig und schwach zu sein.  Aber - ich lernte sehr viel darüber, wie solche Ansichten zustande kommen. Wenn Menschen sich nicht anders zu helfen wissen, weil sie nicht genügend Verstand oder Bildung haben um ihre Probleme analysieren zu können und Lösungen zu schaffen, und wenn sie mit ihren Problemen alleine gelassen werden, dann kommt es zu   Haß, Alkoholismus und letztlich sinnlosen Gewaltausbrüchen.

Ich  mußte auch feststellen, daß die Neonazi-Szene eng verbunden ist mit dem kriminellen Milieu. Ich möchte hier auf dieses Thema nicht weiter eingehen, nur so viel: Wenn in unserer Gesellschaft durch Medien und Erziehung ein Bild erzeugt wird, daß ein "Neonazi" so ziemlich das schlimmste ist was ein Mensch werden kann, ungefähr gleichbedeutend mit Massenmörder, Kinderschänder und Satanist, dann entsteht daraus das Phänomen daß sich solche Menschen, die gerne "ganz besonders böse" auf ihre soziale Umwelt wirken wollen, sich mit äußeren Attributen der rechten Szene ausstaffieren ohne sich im geringsten mit etwaigen politischen Inhalten zu identifizieren, ja sogar ohne auch nur eine geringe Ahnung davon zu haben.

Eines möchte ich noch erwähnen: Da ich in rechten Zusammenhängen aktiv war zog ich mir die Feindschaft der Antifa zu. Ich wußte nichts von der Existenz einer solchen Gruppierung bis ich ihre Machenschaften zu spüren bekam. Da ich mich von gewaltsamen Überfällen nicht einschüchtern ließ griff die Antifa zu anderen noch perfideren  Methoden. Die Verfolgung durch diese Leute  veranlaßte mich zu mehreren Wohnungswechseln und Wohnortwechseln. Zweimal mußte ich ein Studium aufgeben, etliche  Male verlor ich den Job weil meine Arbeitgeber erpreßt wurden usw. usf. 

 Den Tätigkeiten der Antifa sind auch die vielen negativen Einträge über mich  im Internet zu verdanken. Ich habe selbstverständlich mehrmals versucht gegen diesen Rufmord und gegen diese Verleumdungskampagnen juristisch vorzugehen, leider alles ohne Erfolg. So muß ich jetzt wohl oder übel damit leben daß diese unschönen und zum Teil nicht der Wahrheit entsprechenden Dinge über mich da zu lesen sind. 

Ich habe diese Stellungnahme geschrieben weil ich der Ansicht bin, daß alle Besucher meiner Webseite und vor allem zukünftige Fechtschüler ein Recht darauf haben zu erfahren, was ich in meiner Vergangenheit gemacht habe, denn ich denke nur Offenheit und Ehrlichkeit können die Basis für ein erfolgreiches Lehrer-Schüler-Verhältnis bilden.

Thekla Kosche

 

zurück