Klassische und Historische Fechtkunst

 


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Das Fechten mit folgenden Waffen können Sie bei uns lernen:
Klassisches Florett  Seit dreihundert Jahren ist das Florett die Übungwaffe für das Stoßfechten mit dem Degen. Das Florett hat eine äußerst biegsame, vierkantige Klinge die an der Spitze abgeflacht ist oder in einem Knopf endet.  Klassisches Florettfechten ist ein künstlerisches Spiel, das manchmal auch als "Konversation mit Stahl" bezeichnet wird. Es lehrt die Aktionen für das Degenfechten. Das Florett wiegt zwischen 300 g und 500 g und ist die traditionelle Anfängerwaffe, die bei uns im Grundlagentraining benutzt wird. Wir verwenden nur Floretts mit italienischem oder französischen Griff.

Florett mit italienischem Griff

Florett mit italienischem Griff  - "Spada"

 


 

 

Degen   Ebenfalls eine traditionelle Zweikampfwaffe im 19. Jahrhundert, war der Degen in den romanischen Ländern stärker verbreitet. Diese Waffe wird nur auf Stoß gefochten. Sie hat eine dreikantige Klinge und das Gewicht liegt zwischen 400 g und 700 g. Wenn die Schüler bei uns die Grundlagen mit dem Florett erlernt haben, besteht die Möglichkeit sich mit dem Degen weiter zu entwickeln. Die degenspezifischen Techniken und Taktiken werden gelehrt.

Degen mit französischem Griff

Degen mit französischem Griff

 


 

 

Moderne Sportfechtwaffen  Die Waffen der sportlichen Disziplinen Florett und Degen haben meistens einen orthopädischen oder Pistolengriff. Sie sind auf das Fechten mit Hilfe elektrischer Trefferanzeigen optimiert und wiegen zwischen 250 g und 500 g. Der Elektrosäbel wird ebenfalls an eine Meldeanlage angeschlossen. Seine Klinge ist sehr dünn und gerade, diese Waffe wiegt ca. 300 g. 

 


 

Historische Waffen
Rapier   Diese Waffe der Renaissancezeit besteht aus einer langen bis sehr langen, geraden und schmalen Klinge und einem Gefäß mit mehreren, oft kunstvoll verzierten und verschlungenen Bügeln. Das Gewicht liegt zwischen 900 g und 1400 g. Die Fechtweise ist auf den Stoß ausgerichtet, obwohl Hiebe auch gelehrt worden sind. Die linke Hand oder eine mit der linken Hand geführte Beiwaffe, zum Beispiel ein Dolch, wurden zum Parieren eingesetzt. Fechterische Grundkenntnisse erforderlich.

Rapier sog. Pappenheimer

Rapier (Replik)  um 1640

 


 

 

Smallsword (dt. Galanteriedegen oder Hofdegen)  Der kleine Degen der Barock- und Rokokozeit bestand aus einer relativ steifen und sehr spitzen Klinge und einem Gefäß mit kleinem Stichblatt und meistens einem Quartbügel. Das Smallsword war Selbstverteidigungswaffe und Schmuckstück zugleich. Es gehörte zum Straßenanzug der vornehmen Leute mit dazu und war deshalb oft prächtig verziert. Das Gewicht dieser Waffe liegt zwischen 400 g und 900 g. Smallsword  wird  nur auf Stoß gefochten. Fechterische Grundkenntnisse erforderlich.

Hofdegen (Smallsword) um 1830

Smallsword um 1830

 


 

 

Weitere Waffen, die uns interessieren und die wir in kleinen speziellen Gruppen erarbeiten:
  
Schwerer Säbel    Der schwere Säbel war eine traditionelle Zweikampfwaffe im deutschen Sprachraum im 19. Jahrhundert. Diese Waffe hat eine leicht gekrümmte, ca. 1,5 cm breite Klinge und wird auf Hieb gefochten. Der Stoß war auch  möglich, wurde jedoch seltener ausgeführt. Das Gewicht der Waffe liegt bei 800 - 1000 g. Fechterische Grundkenntnisse erforderlich. Die Waffe heißt "schwerer Säbel" nicht weil sie besonders viel Gewicht hat, sondern um sie vom "leichten Säbel" nach der damals aufkommenden italienischen Fechtschule, von dem auch die heutigen Sportsäbel abstammen, zu unterscheiden.

Schwerer Säbel (Übungswaffe)

Schwerer Säbel, wie er in Österreich-Ungarn und in Deutschland als Übungs- und Duellwaffe im Gebrauch war

 

 

 


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